Wanderausflug zum Almkogel

Spontane Entscheidungen sind doch meistens die besten – so wie auch diese. Es war bereits seit einer Weile mit meiner Freundin vereinbart, dass wir an besagtem Tag wandern gehen – das Tolle war, wir wussten nicht wohin und wollten uns spontan am Morgen entscheiden. Tja, und die Entscheidung viel auf einen Wanderausflug zum Almkogel.

Startpunkt in Winkel – öffentlicher Parkplatz gegenüber dem Batzenhäusl.

Rechts neben dem Wirtshaus verläuft ein Güterweg wo bereits die ersten gelben Wandertafeln stehen. Der Almkogel ist mit 2,5h angeschrieben – wir waren durchschnittlich unterwegs und sind das Ganze in 2h rauf gegangen. Das Tolle an der Wanderung ist, dass man mit einem lockeren, leichten Schotterweg in der Ebene beginnt. Wir wurden anfangs auch gleich mit einer richtigen Blumenwiese belohnt, in der von wilden Orchideen bis hin zu „Kräutern“ so einiges vertreten war – sieht man meiner Meinung nach immer seltener. Daher haben wir die Blumenvielfalt auch genauer betrachtet und waren von der wunderschönen Pracht begeistert.

Es geht vorbei an alten, verlassenen Häusern/Hütten und durch eine Viehweide mit ein paar Kälbern. Die nahmen auch sogleich die Verfolgung auf – im netten Sinne natürlich. Manche waren sogar von der neugierigen Sorte und ließen sich doch auch streicheln.

Der erste herausfordernde Anstieg führte durch den Wald hinauf in ein kleines abgeholztes Gebiet – für diesen Abschnitt wurde mein Puls gefordert, pendelte sich aber zum Glück danach gleich wieder ein. Die Gute Wegbeschreibung lässt den Wegverlauf leicht finden. Wir folgten einer Forststrasse, die dann in einem kleinen Waldpfad weiterverläuft. Der ganze Aufstieg befindet sich im Wald und ist auch bei wärmeren Temperaturen gut begehbar und geschützt. Letztlich kurz bevor man oben angekommen ist, lichtet sich der Wald und man kann den Ausblick auf der einen Seite zum oberen Mondsee, den Attersee und natürlich den prächtigen Schafberg genießen. Hervorragend um die Aussicht zu genießen und natürlich für mich die nötige Pause zum Luftholen. Es sind nur noch ca. 150m bis zum Gipfelkreuz. Sobald man oben angelangt ist, weiß man wofür man hier rauf gewandert ist. Der Ausblick ist atemberaubend – man blickt auf den unteren Mondsee, Irrsee und die Drachenwand.

Hier eine Zeit lang zu verweilen und die Gedanken fliegen zu lassen ist einfach herrlich. Wo wir 2h rauf brauchten, brauchten wir nur 1h runter und ich kann nur eine Einkehr beim Batzenhäusl als Belohnung empfehlen. Tolles Ambiente trifft auf spitzen Essen und das wird geführt von super netten Wirtsleuten. Ich entschied mich für einen bunt gemischten Salatteller mit in Butter gebratenen Fischfilets aus dem Mondsee und kann diesen absolut weiterempfehlen. Der Fisch war hervorragend!!

 

Die Wanderung ist auf alle Fälle sehr empfehlenswert und wird bestimmt mein neuer Hausberg für 2017.

 


Charakter:

Anfangs leicht bis letztlich mittelschwere Bergwanderung. Vom Forstweg bis hin zum Waldpfad ist alles dabei, die letzten Meter zum Gipfel sind eher schroff und erfordern Trittsicherheit. Ich habe es trotz meiner Höhenangst bis zum Kreuz geschafft. Ich finde jedoch trotzdem, dass ein gewisser Grad an Schwindelfreiheit auf den letzten Metern erforderlich ist. Der Gipfel liegt bei 1030m, der Startpunkt in Winkel bei ca. 580m. Meiner Meinung nach ein idealer Berg zum Anfangen oder für einen Kurzausflug.


 

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